2003

Die bayerische Prohibition

Komödie in drei Akten von Peter Landstorfer

Ein neues Gesetz soll in Bayern die Herstellung und den Genuss von Schnaps verbieten. Ausgerechnet während der Vorbereitungen zum alljährlichen Brandltag erfolgt der Aushang dieser »preußischen« Verordnung. Doch der Brandlwirt mit seinen Freunden beschließt weiterzubrennen. Mitten ins Abfüllen des neuen Schnapses platzt der Kontrolleur aus der Stadt, der alles beschlagnahmen will. Da verlässt die fünf Männer ihr Mut. Wenn nicht einige Frauen die Sache in die Hand nehmen würden, gäbe es heuer keinen neuen Schnaps und keinen Brandltag. Der Plan der Frauen, den nicht genießbaren Vorlauf zur Beschlagnahme zu geben, den Schnaps in Weihwasserflaschen abzufüllen und diesen dann in der Sakristei zu vertreiben, ist jedoch gut durchdacht. Ein kleiner Seitenhieb auf die Mannesehre genügt, um sie wieder zum Mitmachen zu bewegen. Einige brenzlige Situationen müssen überstanden werden, bis der Kontrolleur zufriedengestellt ist. Dass es am Ende doch noch zum Brandltag kommt, ist vor allem den Träumereien des Wirts zu verdanken.




Person

Darsteller

Brandl Lois, Wirt

Hans Leibig

Brandl Beppi, Wirtin

Gabi Segenschmid

Ara, Pfarrersköchin

Christl Houbois

Girgl, Mesner

Wolfgang Bruns

Bader

Mario Theis

Langratz, Postbote

Alfons Bauer sen.

Gräber Schorsch, Totengräber

Willi Zirngibl

seine Frau, Graberin

Marianne Leibig

Defraudator

Günter Okon

Ausrufer und Polizist

Alwin Fries


Regie

Martin Raubüchl

Souffleuse

Christl Bruns

Maske

Martina Okon

Kostüme

Rosa Wagner

Bühnenbau

Ewald Wagner, Günter Okon

Technik

Peter Zötl, Ralf Wagner


Presseauszug: Münchner Merkur; 9. April 2003

 Hochprozentiges Stück hochkarätig dargestellt

... Immer wieder fühlte man sich mit einbezogen, wurde Teil des Plans, hatte gar das Gefühl, sich selbst gute Ausreden einfallen lassen zu müssen, nach denen auf der Bühne händeringend gesucht wurde. ... Das Harthauser Dorftheater liefert mit diesem Stück nicht nur Hochprozentiges sondern Hochkarätiges ab.


Presseauszug: Süddeutsche Zeitung - Neueste Nachrichten; 8. April 2003

Von Schnaps und brennendem Durst
.... Überdurchschnittlich gute Leistungen sind da zu sehen, deftig-bayerische Rollen, angefangen vom Dorfwirt, der sich die Füße im Knödlwasser wäscht, bis hin zum “hatschenden Klingelbeutelschwinger”, dem Mesner.